Arbeitsweise

Unsere Arbeitsweise

Demeter-Imkerei – Die organische Auffassung vom Bienenvolk

Den Bienen ihre natürlichen Lebensäußerungen zu ermöglichen, ist zentrales Anliegen unserer Art der Bienenhaltung. Damit verbinden wir den Wunsch, ihnen die nötige Kraft zu geben, die sie für ihre Zukunft brauchen. Um unsere Haltung nach außen sichtbar zu machen, sind wir dem Demeter-Verband beigetreten.

Mein Anspruch ist, meine Bienenhaltung an den Bedürfnissen der Bienen auszurichten. Zu einer solchen Form der Bienenhaltung gehören für mich insbesondere folgende Aspekte:

Wahrnehmung des Bienenvolkes als Organismus

Die Honigbiene existieren seit etwa 100 Millionen Jahren auf der Erde – also schon etwa 500 mal länger als der modernen Mensch. Etwa 80% aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Wild- und Honigbienen angewiesen und jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen, entsteht erst durch die Bestäubung durch Bienen.

Wir verstehen und respektieren das Bienenvolk als einen individuellen und intelligenten Organismus, der mehr ist als die Summe seiner Einzelteile – wir nennen ihn „Der BIEN“. Der BIEN hat z.B. die Fähigkeit, seine Temperatur relativ konstant auf ca. 35°C zu halten und seine Jungen mit eigenen Körpersäften zu ernähren – ähnlich einem Säugetier.

Für mich ist es selbstverständlich, dem BIEN zu ermöglichen, sein Wabenwerk nach eigenen Bedürfnisse im Naturwabenbau zu errichten, Honig als Winterfutter im Stock zu belassen, Waben nicht beliebig zu drehen oder umzuhängen, Königinnen nicht durch Beschneiden der Flügel zu verstümmeln oder künstlich instrumentell zu besamen.

Am Bienenstand

Vermehrung über den Schwarmtrieb

Die natürliche Form der Fortpflanzung des Bienenvolkes ist der Schwarm. Mit dem ersten Schwarm verlässt die alte Königin mit etwa der Hälfte der Bienen den Stock und sucht sich ein neues Zuhause. Nachfolgend können auch noch mehrere kleine Schwärme mit Jungköniginnen abfliegen.

Die Völkervermehrung erfolgt in meiner Imkerei nur aus diesem natürlichen Schwarmtrieb heraus – einem Prozess, der sich über Wochen entwickelt und im Auszug der Schwarmes gipfelt.

Da frei fliegende Schwärme an mehreren Standorten schwer zu managen sind, lasse ich die Bienen den Schwamrprozess bis kurz vor dem Schwarmauszug durchleben und nehme die Schwärme dann vorweg.

Zargen aus Holz

Bienenwohnungen aus natürlichen Materialien – Holz

Meine Bienen wohnen in Holzkisten. Die Bienenbeuten sind so beschaffen, dass Störungen durch Eingriffe zur Kontrolle und Behandlung so gering wie möglich gehalten werden. Der große Brutraum ist ungeteilt, so dass die Königin ein geschlossenes Brutnest anlegen kann, welches auch bei einer Durchsicht nicht auseinandergerissen wird. Das Brutnest befindet sich auf 10 großen Waben. Das verkürzt die Bearbeitungszeit – also auch die verursachte Störung.

Naturwabenbau

Naturwabenbau in ungeteiltem Brutraum

Für mich ist es selbstverständlich, dem BIEN zu ermöglichen, sein Wabenwerk nach eigenen Bedürfnisse im Naturwabenbau zu errichten.

Als Naturwaben werden die Waben bezeichnet, die die Bienenvölker ohne Vorgabe von Mittelwänden errichten. Der Wabenbau ist in jedem Stock anders ausgeformt, die Anordnung und Größe der Zellen sind durch die Bienen frei gewählt. Die Bienen entscheiden mit dem Anlegen des Wabenbaus über die Anzahl der aufgezogenen Drohnen im Stock. Der Naturwabenbau ist somit Teil der Individualität des Bienenvolkes und kann als das Skelett, das größte Organ des Biens betrachtet werden.

Bienenwachs, eine Mischung verschiedener Fettsäuren, wird als Stoffwechselprodukt in einen sozialen Prozess (Bauketten) durch die Bienen selbst erzeugt.

Standortangepasste Bienen

Meine Jungköniginnen gehen direkt am Bienenstand auf ihren Hochzeitsflug und nur die schnellsten und fittesten Drohnen können sich mit ihnen paaren. Dadurch sind meine Bienen über die Zeit gut an ihren Standort angepasst. Ich bevorzuge feste Standorte, an denen die Bienen ganzjährig ausreichend Nahrung finden und an denen sie hervorragende Honige mit unglaublicher Geschmackstiefe erzeugen.

Die Verwendung von gentechnisch veränderter Organismen (GVO) lehne ich ab und versuche, die Bienen mit der Standortwahl vor Kontakt mit GVOs zu schützen.

Überwinterung mit eigenem Honig

Soweit möglich, lasse ich meine Bienen auf eigenem Honig überwintern. Ist eine Zufütterung erforderlich, so verwende ich einen fermentierten Futtersirup aus Bio-Zucker in Wasser, Honig, Kräutertees und Salz.

Die Verwendung von Zucker in Bioqualität ist für mich schon immer selbstverständlich, da ich auch bei der Fütterung meiner Bienen eine ökologische Landwirtschaft unterstütze, die ohne Insektizide arbeitet und die einen vielfältigeren Lebensraum für Bienen und viele andere Arten schafft.

Honig aus der Region

Honig ist ein Abbild unserer Kulturlandschaft. Jedes Jahr und jeder Standort hat seinen eigenen Geschack und ist einzigartig!

Bienen sind auch Gestalter unserer Kulturlandschaft. Sie leisten durch ihre Bestäubung einen wesentlichen Beitrag zur Biodiversität und zu unserer Ernährung – genau hier, in unserer Region.

Honigwabe

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